Schnelles Internet: Tirol auf dem Datenhighway
„Wir wollen Tirol auf dem Datenhighway vom Beschleunigungsstreifen auf die Überholspur bringen – und das möglichst flächendeckend im ganzen Land. Schnelle Internetverbindungen über Glasfaser sind die Infrastruktur der Zukunft.“, setzt LH Günther Platter auf eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur. Aus diesem Grund hat die Tiroler Landesregierung bereits im Herbst dieses Jahres die Breitbandstrategie Tirol fixiert. Wesentliche Elemente dieser Strategie wurden nun beschlossen.
Im Rahmen der Wirtschaftsförderung des Landes wird ab 1.1.2012 die Errichtung von betrieblichen Breitbandanschlüssen unterstützt. „Schnelles Internet ist eine Standortfrage“, weiß Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Sie will vor allem Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben in weniger gut versorgten Gebieten eine Hilfestellung beim Anschluss an moderne, kabelgebundene Breitbandinfrastruktur bieten. „Wir setzen dabei auf die Zukunftstechnologie Glasfaser“, sagt Zoller-Frischauf. Die Landesförderung für betriebliche Breitbandanschlüsse sei eine erster Schritt, auf welchem die Bundesförderung für den Breitbandausbau aufbaut. Für den Ausbau eine flächendeckenden Grundversorgung mit schnellem Internet stellen Bund und EU bis 2013 insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Förderungsnehmer können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sein. Gefördert werden die Kosten für die Glasfaserkabel samt Verlegung vom letzten Knoten bzw. Wählamt bis zum jeweiligen Betrieb. Voraussetzung: Im Umkreis liegenden Betriebe können die Breitbandinfrastruktur zu einem späteren Zeitpunkt gegen ein entsprechendes Entgelt ebenfalls nutzen. Die Landesförderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt und beträgt maximal 30 Prozent der förderbaren Kosten von mindesten 10.000 und maximal 100.000 Euro.
Rund 75 verschiedene Unternehmen bieten in Tirol eine Breitbandversorgung an. In einem ersten Schritt wird nun erhoben, wie die Breitbandversorgung in den verschiedenen Teilen Tirols derzeit ist. Die Erhebung der Ist-Situation sollt Mitte nächstens Jahres vorliegen und die Basis für weitere Maßnahmen im Rahmen der Tiroler Breitbandstrategie sein.




