Tirol läutet die Energiewende ein. Innerhalb einer Generation soll der gesamte Energiebedarf Tirols möglichst aus heimischen, erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden. Ein entsprechendes Zehn-Punkte-Aktionsprogramm wurde nunmehr von LHStv Anton Steixner vorgelegt und von der Tiroler Landesregierung beschlossen.
„Der Ausbau der heimischen Energie ist unser Schlüssel- und Zukunftsthema“, bekräftigt LH Günther Platter. Obwohl in Tirol der Anteil an Energie aus erneuerbaren Quellen mit 38 Prozent weit über dem Österreichschnitt liegt, ist unser Land in der Energieaufbringung zu etwa zwei Drittel von importierten fossilen Rohstoffen abhängig.
In den letzten Jahren hat Tirol in der Energieerzeugung aber massiv aufgeholt. Fünf Milliarden Kilowattstunden Strom – hauptsächlich aus Wasserkraft – werden in Tirol pro Jahr erzeugt. Drei Milliarden Kilowattstunden Wärmeenergie kommen derzeit pro Jahr aus Biomasse, Solar- und Umweltwärme. „Den Weg der Unabhängigkeit werden wir mit dem vorliegenden Aktionsprogramm konsequent weitergehen“, so Platter.
„Tirol hat hervorragende Voraussetzungen Innerhalb einer Generation energieautonom zu werden“, lautet das ambitionierte energiepolitische Ziel von LHStv Anton Steixner. Damit ist nicht gemeint, dass die in Tirol produzierte Energie eins zu eins in Tirol zum Einsatz kommt. Einen Austausch wird es immer geben müssen. „Derzeit sind wir aber ein Netto-Energie-Importland“, strebt Steixner eine zumindest ausgeglichene Handelsbilanz an. Zwei Milliarden Euro an Wertschöpfung fließen jährlich aus Tirol für den Zukauf von fossilen Rohstoffen ins Ausland.